Branding

6 Tipps, wie du den richtigen Markennamen findest

Einer der ersten Schritte, wenn du dich selbstständig machst oder ein neues Produkt launchst: dein MARKENNAME.
Was du jetzt entscheidest, sollte für viele Jahre, am besten für immer, gelten. Das heisst, du musst auch in die Zukunft denken: in welchen Ländern willst du anbieten, soll dein Produkt diversifiziert werden, wohin gehen die Trends…..
Nimm dir Zeit für diesen Prozeß und entscheide nichts ohne Feedback vom Markt.

Hier ein paar Tipps, wie du es angehen kannst.

#1 MARKT-, MITBEWERBER-, ZIELGRUPPENANALYSE:
hol’ dir Ideen am Markt und beim Mitbewerb: was gefällt dir, wo kannst du dich eventuell anlehnen, ähnliches überlegen oder was willst du vermeiden (Negativbeispiele). Welchen geografischen Markt willst du (denk an später!) bedienen – achte darauf, dass deine Marke gegebenenfalls auch in Fremdsprachen passt und klingt. Und denke an deine Zielgruppe: es macht einen Unterschied, ob du zB 20- oder 50-Jährige, Männer oder Frauen erreichen willst. No na net 🙂

#2 BRAINSTORMING:
setz’ dich mit Freunden zusammen, erläutere ihnen deine Analyseergebnisse aus #1, welche Kernbotschaft deine Marke vermitteln soll, was das Besondere (USP) daran ist und auch in welche Richtung es gehen soll. Und dann los: alles ist erlaubt, es gibt keine schlechten Ideen. Je kreativer und vielfältiger – ohne den Fokus auf deine Produkte/deine Leistung zu verlieren – desto besser.
TIPP: schau dir Übersetzungen deiner keywords in anderen Sprachen an – zB Südländisches oder Hawaianisch ergeben oft sehr wohlklingende Namen

#3 AUSWÄHLEN:
du hast jede Menge erste Ideen für deinen Marke gesammelt – jetzt gehe sie durch, versetze dich in die Lage deiner Kunden und streiche die:

  • schwer auszusprechenden
  • missverständlichen (zb die in einer Frendsprache eine negative Bedeutung haben)
  • langweiligen
  • deinem Mitbewerb zu ähnlich sind
  • keine Verbindung zu deiner Firma/deinem Produkt haben
  • nicht authentisch sind

Selektiere die 3 Vorschläge, die am besten passen – dann geht’s weiter zum #4 Feldtest.

#4 FELDTEST:
hier kommen deine Freunde, Familie und Bekannten zum Einsatz: skizziere kurz deine Intention (Hilfreich ist die Erstellung eines kleines Fragebogens) und bitte sie, die 3 ausgewählten Marken zu reihen und zu kommentieren, was sie mit dem jeweiligen Namen verbinden. Wenn du einen guten Draht zu deiner Social Media Community hast, nutze auch sie.

#5 ENTSCHEIDEN:
du hast ein eindeutiges Ergebnis nach deinem #4 Feldtest? Dann fällt dir die Entscheidung ja leicht. Trotzdem: checke noch einmal, ob dein Branding hält, was es verspricht: es ist

  • kurz und prägnant
  • bleibt gut im Gedächtnis
  • klingt (auch in anderen Sprachen)
  • hat Bezug zur Firma/dem Produkt

#6 PRÜFEN:
wenn du dich entschieden hast, musst du überprüfen, ob deine Marke noch verfügbar ist. Den ersten Check kannst du bei Google machen (bei starts-up bitte auch prüfen, ob Domains noch frei sind: geht kostenlos bei namecheck.com).
Je nachdem, ob du national oder europaweit agieren willst, musst du deine Marke beim Österreichischen Patentamt oder bei der EUIPO eintragen. Ich plädiere für eine Wort-/Bildmarke: sie ist einfacher zu schützen und ein einheitlicher, ansprechender, visueller Auftritt (Corporate Design) ist wichtig für den Wiedererkennungswert deiner Marke.

Also los, frisch ans Werk. Ich wünsche dir viel Spaß und Erfolg.

Ulrike

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